24. Januar 2026
Ja zu Yak!
Auch wenn unsere Lebensbedingungen hier im Schweizer Mittelland keineswegs denen der Yaks im asiatischen Hochgebirge entsprechen, schätzen auch wir die wärmenden Eigenschaften der Yakfasern. Strickstücke aus Yakwolle sind aber nicht nur wunderbar warm, sondern auch richtig schön weich und geben einem das Gefühl, etwas ganz Besonderes zu tragen. Für Strickgarne wird die besonders feine Unterwolle des Yaks verwendet, die im Frühling ausgekämmt wird. Pro Tier kann man so etwa 300- 500 g Wolle gewinnen – was eine eher magere Ausbeute ist und dazu führt, dass Yakwolle sehr kostbar ist. Für die Yak von LANG, um die es hier heute geht, werden die Fasern daher mit Merinowolle gemischt. Achtung: Es gab vor ein paar Jahren eine Yak-Wolle von Lang, die den gleichen Namen getragen hat, aber nicht nur bezüglich Zusammensetzung (die alte Variante hatte einen Anteil von 50% Yak), sondern auch bezüglich Lauflänge verschieden sind. Weil sie aber denselben Namen tragen, werden sie z.B. bei Ravelry nicht unterschieden.
Wenn euch keines der hier gezeigten Modelle so richtig überzeugt, könntet ihr aus Yak zum Beispiel auch den Lakes V-Neck Pullover von Ozetta, den Zakkuri Cardigan von Noriko Ichikawa oder das ganz neue Modell Modern Twis von Heidi Kirrmaier stricken. Kombiniert man Yak mit einem Faden Mohair-Seide (wie beim Modell von Juana Román, bei dem man Lace von Lang mitlaufen lässt) wird das Gestrick noch flauschiger und die Maschenprobe beträgt 15-16 Maschen auf 10 cm. Das wäre dann z.B. perfekt für den Great Lakes Pullover (ebenfalls von Ozetta).
Und wie sieht es mit der Nachhaltigkeit der Yak-Wolle aus? Da die Yaks perfekt an ihre Umwelt angepasst sind und beim Weiden den natürlichen Untergrund nicht beschädigen, gilt die Yakwolle als nachhaltig und das Auskämmen der Fasern ist ein tierfreundliches Verfahren. Schön wäre es, noch genauer zu erfahren, von welchen Farmen und Produzenten die Wolle stammt. Bei Lang gibt es die Funktion «Trace your yarn», die für Yak aber noch nicht angeboten wird. Wir bleiben dran!
Und jetzt wird's so richtig bunt: Falls ihr beim Stricken der Sailor Slippers dem Filzen verfallen seid, aber mittlerweile alle Füsse mit warmen Hausschuhen ausgestattet habt, kommt hier eine neue Idee für euer nächstes Filzprojekt: The Knitter’s Tote von svartsvanur wird ebenfalls aus DROPS Snow gestrickt und dann in der Maschine gefilzt. Ihr könnt für diese Tasche wunderbar all die bunten Reste aufbrauchen, die von den Sailor Slippers noch übrig geblieben sind! Die Anleitung für die Knitter’s Tote umfasst verschiedene Grössen, die Charts für verschiedene Schriftzüge (Knit und Knitter) und ein ganzes Alphabet für eigene Kreationen. Gestrickt wird die Tasche von unten nach oben (begonnen am Boden), die Träger werden als I-Cord gestrickt und ebenfalls gefilzt.
Nach einer langen Zeit der Mini-Tücher fallen die neusten Modelle gefühlt wieder etwas grösser aus – so folgt bei PetiteKnit auf Sophie nun die etwas grössere Uma und auch sonst sieht man neue Tücher, die auch an kalten Tagen den Hals richtig warmhalten. Besonders im Trend sind Tücher mit einem andersfarbigen Rand (auch da ist PetiteKnit mit ihrer Uma natürlich vorne mit dabei), aber es muss nicht immer Cashmere sein: der Henri Triangle Scarf, entworfen von Elli und Lotti von Festnetz, wird aus der superweichen Carpe Diem gestrickt und am Schluss mit einer Kontrastfarbe umhäkelt. Wie fast immer bei Tüchern könnt ihr hier das Originalgarn ganz einfach ersetzen, aber die Carpe Diem ist so voluminös und weich, dass wir sie euch gerne empfehlen! Die Anleitung gibt es aktuell nur direkt bei den Designerinnen, vermutlich wird sie aber bald auch auf Ravelry zu finden sein.