Die passende Wolle für jedes Projekt!
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24. Januar 2026

Ja zu Yak!


Auch wenn unsere Lebensbedingungen hier im Schweizer Mittelland keineswegs denen der Yaks im asiatischen Hochgebirge entsprechen, schätzen auch wir die wärmenden Eigenschaften der Yakfasern. Strickstücke aus Yakwolle sind aber nicht nur wunderbar warm, sondern auch richtig schön weich und geben einem das Gefühl, etwas ganz Besonderes zu tragen. Für Strickgarne wird die besonders feine Unterwolle des Yaks verwendet, die im Frühling ausgekämmt wird. Pro Tier kann man so etwa 300- 500 g Wolle gewinnen – was eine eher magere Ausbeute ist und dazu führt, dass Yakwolle sehr kostbar ist. Für die Yak  von LANG, um die es hier heute geht, werden die Fasern daher mit Merinowolle gemischt. Achtung: Es gab vor ein paar Jahren eine Yak-Wolle von Lang, die den gleichen Namen getragen hat, aber nicht nur bezüglich Zusammensetzung (die alte Variante hatte einen Anteil von 50% Yak), sondern auch bezüglich Lauflänge verschieden sind. Weil sie aber denselben Namen tragen, werden sie z.B. bei Ravelry nicht unterschieden.

Die aktuelle Version der Yak besteht zu 70% aus Merinowolle zusammen mit 30% Yak. Das ergibt eine schöne Melierung und nach dem Waschen entsteht ein ganz leichter, superschöner Flausch, den man auf dem Bild oben gut erkennt. Wir haben uns beim Stricken (und Anprobieren) des Jilli Sweaters so in die Yak verliebt, dass sie auf jeden Fall noch öfters bei uns auf den Nadeln zu finden sein wird. Die passenden Modelle dafür, haben wir für euch (und uns) hier zusammengestellt. Beim Heraussuchen der Modelle haben wir gemerkt, dass es eine Designerin gibt, der die Yak mindestens ebensogut zu gefallen scheint wie uns: fast die Hälfte aller ausgesuchten Modelle stammen von My Favourite Things Knitwear!

Jilli Jumper von Anne Ventzel
Anleitung via Ravelry
Foto: © Strickcafé
Staple Sweater von Knit Work
Anleitung via Ravelry 
Fotos: © Knit Work

Sweater No 30 von MFTK
Anleitung via Shop der Designerin 
Fotos: © My Favourite Things Knitwear

Bis auf den Jilli Jumper werden alle hier gezeigten Modelle im Original aus Yak gestrickt, aber auch beim Jilli Jumper passt die Yak perfekt. Sie hat gemäss Banderole eine Maschenprobe von 18 M auf 10 cm, wir sind beim Stricken mit 4,5 mm Nadeln aber sogar auf die für den Pullover angegebenen 17 Maschen gekommen – das ist natürlich wie immer ganz individuell. Bei diesem Modell mit einer grossen Mehrweite, würden wir aber auch bei einer um 1 Masche abweichenden Maschenprobe nach Anleitung stricken. Beim Verbrauch hingegen sind wir deutlich unter den Angaben der Anleitung geblieben und haben für Grösse 3 nur 9 Knäuel benötigt (gemäss Laufmeter in der Anleitung wären es 11) 

Wenn euch keines der hier gezeigten Modelle so richtig überzeugt, könntet ihr aus Yak zum Beispiel auch den Lakes V-Neck Pullover von Ozetta, den Zakkuri Cardigan von Noriko Ichikawa oder das ganz neue Modell Modern Twis von Heidi Kirrmaier stricken. Kombiniert man Yak mit einem Faden Mohair-Seide (wie beim Modell von Juana Román, bei dem man Lace von Lang mitlaufen lässt) wird das Gestrick noch flauschiger und die Maschenprobe beträgt 15-16 Maschen auf 10 cm. Das wäre dann z.B. perfekt für den Great Lakes Pullover (ebenfalls von Ozetta). 


Cardigan No 10 von MFTK 
Anleitung via Shop der Designerin 
Fotos: © My Favourite Things Knitwear
umma sweater von aegyoknit
Anleitung via Ravelry
Foto: © aegyoknit

Vest No 09 von MFTK 
Anleitung via Shop der Designerin 
Foto: © My Favourite Things Knitwear

Wer gedanklich schon in Richtung Frühling unterwegs ist und lieber etwas leichtere Stücke stricken möchte, hat dafür zwei andere Yak-Garne von Lang zur Auswahl: Nomad ist ein feines Garn in Fingering-Stärke, das dank der besonderen Konstruktion des Fadens erstaunlich voluminös und trotzdem ganz leicht ist. Der Anteil an Yak-Wolle (15%) verleiht dem Garn die charakteristische Melierung. Noch etwas sommerlicher ist Vaya, die zu fast Dreiviertel aus Baumwolle besteht, ergänzt mit Merinowolle und natürlich Yak (10%).

Und wie sieht es mit der Nachhaltigkeit der Yak-Wolle aus? Da die Yaks perfekt an ihre Umwelt angepasst sind und beim Weiden den natürlichen Untergrund nicht beschädigen, gilt die Yakwolle als nachhaltig und das Auskämmen der Fasern ist ein tierfreundliches Verfahren. Schön wäre es, noch genauer zu erfahren, von welchen Farmen und Produzenten die Wolle stammt. Bei Lang gibt es die Funktion «Trace your yarn», die für Yak aber noch nicht angeboten wird. Wir bleiben dran! 


Sweater No 27 von MFTK 
Anleitung via Shop der Designerin 
Foto: © My Favourite Things Knitwear
Tulip Loop Vest von Other Loops_
Anleitung via Ravelry
Foto: ©  Other Loops_

Love Sea Sweater von Juana Román 
Anleitung via Ravelry 
Foto: © Juana Román

Nach so viel Naturtönen (wobei es die Yak durchaus auch farbig gäbe!) sollte unsere Insta-Runde eigentlich so richtig knallig werden - aber los geht's trotzdem nochmal mit einem Pullover in ruhigem Grau: Weil schlichte Modelle meine allerliebsten sind und weil man mich mit einer kleinen Reminiszenz an die 90-er Jahre sehr einfach kriegt, hat mir der The Nineties Pullover von Alicia Plummer sofort richtig gut gefallen! Das schlichte Modell ist leicht oversized geschnitten und hat einen kleinen, eingerollten Stehkragen – und wäre auf den Fotos kein Discman abgebildet, würde man gar nicht unbedingt an vergangene Zeiten denken. So aber hat man einen zeitlosen Pullover und eine Erinnerung an die Jugendjahre, als es noch keine Smartphones und AirPods gab (das gilt zumindest für meine Altersgruppe). Im Original wird der The Nineties Pullover aus Snefnug gestrickt, weil er so schlicht ist, könnt ihr hier auch gut die neue Snefnug Watercolor nehmen. Auch Puno Upcycling von Gepard (mit kleinen Tweed-Speckles) passt hier super.

Und jetzt wird's so richtig bunt: Falls ihr beim Stricken der Sailor Slippers dem Filzen verfallen seid, aber mittlerweile alle Füsse mit warmen Hausschuhen ausgestattet habt, kommt hier eine neue Idee für euer nächstes Filzprojekt: The Knitter’s Tote von svartsvanur wird ebenfalls aus DROPS Snow gestrickt und dann in der Maschine gefilzt. Ihr könnt für diese Tasche wunderbar all die bunten Reste aufbrauchen, die von den Sailor Slippers noch übrig geblieben sind! Die Anleitung für die Knitter’s Tote umfasst verschiedene Grössen, die Charts für verschiedene Schriftzüge (Knit und Knitter) und ein ganzes Alphabet für eigene Kreationen. Gestrickt wird die Tasche von unten nach oben (begonnen am Boden), die Träger werden als I-Cord gestrickt und ebenfalls gefilzt.

Nach einer langen Zeit der Mini-Tücher fallen die neusten Modelle gefühlt wieder etwas grösser aus – so folgt bei PetiteKnit auf Sophie nun die etwas grössere Uma und auch sonst sieht man neue Tücher, die auch an kalten Tagen den Hals richtig warmhalten. Besonders im Trend sind Tücher mit einem andersfarbigen Rand (auch da ist PetiteKnit mit ihrer Uma natürlich vorne mit dabei), aber es muss nicht immer Cashmere sein: der Henri Triangle Scarf, entworfen von Elli und Lotti von Festnetz, wird aus der superweichen Carpe Diem gestrickt und am Schluss mit einer Kontrastfarbe umhäkelt. Wie fast immer bei Tüchern könnt ihr hier das Originalgarn ganz einfach ersetzen, aber die Carpe Diem ist so voluminös und weich, dass wir sie euch gerne empfehlen! Die Anleitung gibt es aktuell nur direkt bei den Designerinnen, vermutlich wird sie aber bald auch auf Ravelry zu finden sein.

Tasse leer? Das war's schon wieder. Nun sagen wir nicht nur ja zur Yak, sondern wahlweise ja zu einem gemütlichen Wochenende mit extra viel Strickzeit oder einem sportlichen Wochenende auf der Piste. Jede*r ganz so, wie es gefällt! 

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