28. März 2026
Trends & Stil
Fragt man eine Suchmaschine oder KI nach den Trends für den Frühling 2026, liest man von weit geschnittenen Hosen in Ballonform, transparenten Kleidern, die als Schichten übereinander getragen werden, und Oberteilen mit Schösschen (etwas moderner klingt es, wenn man sie Peplum nennt), Kragen oder anderen verspielten Details wie Glitzersteinen oder Pailletten. Ganz grundsätzlich sei Gestricktes «total im Trend» - na, das soll uns recht sein! Natürlich handhaben wir es wie immer so, dass wir uns von den Trends nur inspirieren, aber nicht allzu sehr leiten lassen, denn unsere Strickstücke sind schliesslich langlebiger als die meisten Trends (und in meinem Fall ist ein Trend oft schon wieder vorbei, bis mein Strickprojekt überhaupt fertig ist!).
Das Gute an dem aktuellen Pailletten-Trend: er ist richtig vielseitig einsetzbar und kann ganz nach dem eigenen Geschmack dosiert werden. Ein kleiner Pailletten-Rand als Akzent oder ein allover-Glitzer-Top? Wir entscheiden, wie wir den Glitzer verwenden. Mit grossen Nadeln gestrickte Glitzertücher, die man sich dann ganz lässig um die Hüften schlingen kann, sind auf jeden Fall ein grosses Thema. Oder ihr nehmt euch einfach eure Lieblingsanleitung und lasst einen Faden von LANG Paillettes oder Make it Blümchen von Rico mitlaufen. Dafür eignen sich dann am besten ganz schlichte Modelle wie der Tiril Sommerpullover oder das Nordic summer top light von Witre Design. Mit diesen klassischen Schnitten macht ihr bestimmt nichts verkehrt - auch wenn sie ein bisschen glitzern. Wir finden übrigens, dass die Pailletten das Strickstück nicht kratzig werden lassen, aber natürlich büsst es ein bisschen an Weichheit ein – dafür bekommt es durch das zusätzliche Gewicht aber einen richtig schönen drape (fällt also schön). Und ansonsten lassen sich Tops auch ganz trendig über einem langärmligen T-Shirt tragen - so wie auf dem Bild von Witre Design.
Anleitung von purlparlor via Insta
Foto: © Strickcafé
Strickset mit Line - optional mit etwas extra Glitzer!
Foto: © Strickcafé
Wer statt Glitzer lieber verspielte
Details wie Rüschen, Spitzen (also Lacemuster) mag, ist damit in
diesem Frühling
auch genau richtig! Gleich mehrere Elemente vereint das Adeline Top von
Sandnes,
das wir euch vor zwei Wochen in der Kinderversion gezeigt haben und das
jetzt
auch in der Erwachsenenkollektion enthalten ist. Ebenfalls ein grosser
Trend:
cut outs, also Löcher im Strickstück! Natürlich nicht irgendwelche
Löcher, sondern gezielt und raffiniert eingesetzte Öffnungen wie beim Carrie Sweater (gezeigt in der Variante ohne Ärmel) von Kolibri by Johanna. Noch etwas dezenter sind kleine,
tropfenförmige Keyholes am Ausschnitt wie beim Kyoto Keyhole Top. Auch
Gehäkeltes ist gross im Trend – wusstet ihr, dass Häkelstücke nicht
maschinell hergestellt werden können und auch günstige Häkelmode von
Fastfashion-Labels daher von Hand hergestellt wird? Wir häkeln unsere
Stücke natürlich selber (z.B. die Ava Blouse aus der neuen Sandnes
Kollektion oder den Tropez Sweater auf dem Titelbild), aber vielleicht möchtet ihr
dieses Wissen mit euren weniger handarbeitsaffinen Freund*innen teilen
und sie dazu motivieren, lieber selber zu häkeln (oder fair produzierte
Häkelstücke zu kaufen)... Gehäkeltes eignet sich super für sogenanntes
Layering, also das Tragen mehrerer Schichten, bei dem man mit
Transparenz arbeitet.
Auch zum Thema Häkeln sind wir auf Insta fündig geworden, nämlich bei Saar von cucurucu_crochet, die sich bei ihren Modellen von den 70er Jahren inspirieren lässt. Mit diesen Tops und Pullovern fällt man auf jeden Fall auf und kann sich sicher sein, dass es nichts Vergleichbares zu kaufen gibt! Da wir es grundsätzlich auch lieber ein bisschen schlichter mögen, warten wir auf die Anleitung für die Suzie Vest, finden aber auch den Quinn Sweater (gehäkelt aus Malou light und damit luftig und leicht) richtig toll. Die Anleitungen von cucurucu_crochet kauft ihr entweder über Etsy oder direkt in ihrem eigenen Shop.